Sie sind nicht allein

Hilfe bei Spielsucht: Beratung und Kontakte

Wenn das Spielen mehr Raum einnimmt, als Ihnen guttut, ist das ein ernstes Signal – und ein Grund, sich Unterstützung zu holen. Hilfe zu suchen ist kein Zeichen von Schwäche, sondern der erste Schritt zurück zu mehr Kontrolle. Auf dieser Seite finden Sie kostenlose, vertrauliche und anonyme Anlaufstellen.

Glücksspiel ist für die meisten Menschen eine gelegentliche Freizeitbeschäftigung. Für manche entwickelt es sich jedoch zu einer Belastung, die schleichend zunimmt. Häufig bemerken Betroffene erst spät, dass sie die Kontrolle verlieren. Genau deshalb lohnt es sich, ehrlich auf die eigenen Gewohnheiten zu schauen – frühzeitig und ohne Scham. Niemand muss mit Sorgen ums Spielen allein bleiben.

Worauf Sie achten sollten

Warnsignale problematischen Spielverhaltens

Treffen mehrere der folgenden Punkte über längere Zeit zu, sollten Sie das Gespräch mit einer Beratungsstelle suchen.

Gedankliche Vereinnahmung

Die Gedanken kreisen ständig ums Spielen – um vergangene Runden, kommende Einsätze oder die Geldbeschaffung.

Steigende Einsätze

Es braucht immer höhere Beträge, um die gewünschte Anspannung oder Aufregung zu erreichen.

Kontrollverlust

Versuche, das Spielen einzuschränken oder zu beenden, scheitern wiederholt.

Verlusten hinterherjagen

Nach Verlusten wird weitergespielt, um das verlorene Geld zurückzugewinnen.

Heimlichkeit

Ausmaß und Häufigkeit des Spielens werden vor Familie, Freunden oder am Arbeitsplatz verheimlicht.

Folgen im Alltag

Beziehungen, Beruf oder Finanzen geraten durch das Spielen unter Druck.

Kostenlos & anonym

Hier bekommen Sie Unterstützung

Alle genannten Angebote sind unabhängig, vertraulich und kostenfrei. Sie müssen Ihren Namen nicht nennen.

BZgA-Beratungstelefon zur Glücksspielsucht

Das Beratungstelefon der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung berät kostenfrei und anonym – auf Wunsch auch in mehreren Folgegesprächen.

0800 1 37 27 00

Kostenfreie 0800-Nummer aus dem deutschen Fest- und Mobilfunknetz.

Informationen für Angehörige

Wenn ein geliebter Mensch problematisch spielt, leiden oft auch die Menschen im Umfeld. Sorge, Wut, Enttäuschung und das Gefühl der Hilflosigkeit sind verständliche Reaktionen. Wichtig ist: Sie tragen keine Schuld an der Erkrankung, und Sie müssen die Situation nicht allein bewältigen.

  • Sprechen Sie offen und ohne Vorwürfe über Ihre Beobachtungen und Gefühle.
  • Übernehmen Sie keine Schulden und decken Sie das Spielen nicht – das verzögert oft den Weg zur Hilfe.
  • Achten Sie auf sich selbst und holen Sie sich eigene Unterstützung; auch für Angehörige gibt es Beratung.

Die oben genannten Beratungsstellen und das BZgA-Telefon 0800 1 37 27 00 stehen ausdrücklich auch Angehörigen offen.

Spielen kann süchtig machen Glücksspiel ist kein Mittel zur Lösung finanzieller oder persönlicher Probleme. Setzen Sie nur Geld ein, dessen Verlust Sie verkraften können – und holen Sie sich frühzeitig Hilfe, wenn Sie unsicher sind.

Ihre nächsten Schritte

Sie sind sich unsicher, wie es um Ihr eigenes Spielverhalten steht? Auf unserer Seite zum Spielerschutz finden Sie einen anonymen Selbsttest und Hinweise zu Limits. Möchten Sie eine Pause einlegen oder sich ganz sperren lassen, erklärt unsere Seite zum Selbstausschluss das Verfahren Schritt für Schritt.

Reden hilft – gleich jetzt

Das BZgA-Beratungstelefon ist kostenfrei und anonym erreichbar.

0800 1 37 27 00